Der Kinematograph (December 1919)

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No. 374 Der Kineoratograph — Düsseldorf dürfte die Tatsache sein, da'l U*i den Knaben meiner Ansicht nach Spartakus ütwrwog. Die Rede des Herrn Pastor Hainau ist limidt wurde st II>»t verstänliich seitens der Vor samml ng auf ein bestimmtes Zeichen mit tosendem Beifall begrübt. Xach Herrn Pastor HamniorsehtnKlt sprach Herr Stadt¬ rat Schock, und da wir Kmolcute nicht so gehässig sind wie un-. i 1 egner. stclu* ich nicht an > i bemerken, dall Herr Stadtrat Schleck in einem form vollendeten Vortrag eigentlich ein Locliedauf das Kino ge*- ngenhat. Da Herr Stadtrat Sthreck jedoch gegen da» Kino sprechen sollte, fühlte er sich doch eh Kode seines Vortrages ItemüUigt, in der uns bekannten, von keiner! ! Sacb- und Kaehknmtuis getrübten Art gegen das I iehtspki als Verrlerberder Jugend vom Ledern* riehen Ich hatte mich ca. ' k Stunde vor Kndo der Reale des Herrn St ad trat Schreck an das Rednerpodinrn Iregeben und den jungen Mann, der als \ « -rsam ml un gsleiter fungierte ums Wort geL-t.-n. Selbstver-t .tuUit-h werde mir das Wort abge¬ schlagen. Ich et>.«cbtc dann Herrn l r.-’or Han.merschmidt dafür au sorgen, dab ich als Sj recher der f Jegenpartei zu Wort käme, was dieser ebenfalls aM doite, und der Herr Stadtrut Schreck, den ich in naehdr cklicher Weise ersuchte, mich sprechen zu lassen, lehnte dies alt mit den Worten: „Machen Sie, daß Sie herauskommen, Sic haV-n hier gar nichts >.u suchen, die Versammlung ist von uns einberufen." Ich sprang an di.* Rednertribüne und rief in die \ ersammlung laut hinein: „Ich Litte ums Wort, leider erholten dann die gut dressierten Zuhörer Protest gegen mich. Ich verlieb die Tribüne, als Herr Stadtrat Sclmck erklärte ..Wir wollen die Redner der (Jegenpartei nicht sprechen lass, und erklären die Versammlung für geschlossen. Ich habe von Bielefeld das Bewußtsein mitgenommen dai! dort sei bst eine Protest Versammlung gegen das Kim statt gefunden hat, vor Zuhörern, die überhaupt noch nicht ins Kino dürfen, gar nicht wissen, um was es sieh handelt und die nur dariilter aufgeklärt worden sind, wie Stimmet mache fabriziert und der (Jegner mundtot gentacht wir : Vielleicht dämmert auch «Ibsen jungen Menachen einmal <h<- RewuUtes in, dab sie mit Vorltedacht zu «*incr Beweii„ii- gepreüt worden sind, weiche doch z.w> i Seiten hat. Herrn Stadt rat Schreck möchte ich lau dieser Gelegt*n heit die Krage unterbreiten, ob es in seiner Fraktion Mod. ist, dab Itei eint*r von ihr veranstalteten üffentliehen Vei Sammlung der (Jegner nicht zu Worte kommt Mein. Wissens nach halten gerade die Sozialdemokraten immer ae meisten geschrieu wenn sie nicht zu Worte kamen. Da Schildnurgerstiickchcn in Bielefeld «iürfte unserer Branche die Augen daritla*r öffnen, wie ea gemacht wird. Wann veranstalten die Theatertresitzer eines Ortes mit ihren B. Suchern nicht einmal eine Protest Versammlung g« gen di. ewigen Proteste gegen das Kino. Wenn in dieser Be iehutm einigermabeu geschickt vorgegangen wird. «erden wir l«*i schlagendstem Bt weis bringen, dab das Publikum keine Lust hat, sieh von Fanatikern dumm machen zu lassen An Biele leid werde ich j«*der:ialls noch gerne zurückdenken mit den schöiu-n Wort, das einstmals ein Reichstagsabgeordnet.^•' gesproclien hat: vox populi, vox rindvieh A. Bernstein Kj SfSl' Aus der Praxis Berlin. Neue Bestimmungen über die Einfuhr von Filmen aus Oester reteltellntarn. Nack «>in.-r .'Irteihmg dk« H.*rn> Kciciwk.aiunMsars für Atu- und Einfuhrbewilligung an die „Zentralste-lk- der Ausfuhr faewilligungen für kineiiiat. «graphisch»- Filme“ ist von jetzt ab für du* Einfuhr aller lt.sf. n- und < Jea-erbser \eugttisse au« dm Landern dk*r . in-iualig. ii twterr. ichsch-uagariarhea Nneirlw — alm> auch au» Lkutscl.-0.sivi r. icl. in j. d. m «unreinen Falle eine faraoMbre tk willigung erforderlich. Btdttnb wird die frühere Verfügung vtun IO. Mai l»»7, wonach belichtete kini-matofEraphische Filns- aus Oest. ir. -ich I ngarn ohne besondere Bewilligung zur Einfuhr sugrluss. it werth n künia n wvnn »i<* über die IrDtrzatrUr der Aus fuhrt» wittigung. u gel.-u.-t vrerd. n, auch für Sendungen au» Deutach- m ich aafgehoben. Einigung simtticher Verbände in Sachen der Filnuentur, Ge¬ meinsamkeit des Handelns In der Frage der Kommunalisierung. < he ..Vereinigung IVutschei 1 l’ili lfahrikant.-n, E. V. hatte die Vertreter sämtlich* I llriUK)es.rg.u,e,ae<>m-n zu einer Bespr. i hung über die zur Zeit aktuellst. u Fragt n m»" und „Kommunalisierung" geladen. Ke u..r» n v» rtreten: ük „Vereinigung öwlschif Filmfahrikant. n“. der „V.rband Iwwrwcher Filmlabrikanten“, «kr „Zentrale, rband der ..v. ri. ii» r Deutschland« , der „Kr-icitaverhand Deutscher Lichtspi-. t Th.aterhMttz.-r", der „Verein der Lichtbild-Theater hrait/, r Oreü-B. rtui. tad m««» Brandenburg“, «h-r ..Sehutaverband Deutscher Film Ke, ,i r Anstalten ', die „Vereinigung Süddeutsch, r Film-Kupi. rm-rk. “ . lut thr „Zeutralverband der f ilm- umi Kino Ang hörig. nDie V. rlsindlungen leite t«, der Vorsitzende der „V.-r. uugung Ibutschii FtlmfabrikanlenDr. Ma riiV. Kegi rung» r.e Professor Ihr. Leidig k*itet.. «lie Verhandlung, u über die Zensur durch ein langer.» lief, rat ein. an welche« «ich . m auag.-d.hi.te lä holte knüpfte. Es gelang, eine Einigung samt liehe r Verbände auf folgend. Punkte* zusiuiHk. zu bringen uud noelutt. lande Mimtest forc. riirjHt hm itas ReiahäUt ns -rg< setz tu stell, tt: 1. A.: rludtung jed. » polt» i liehen Einfluss.-*; 2. Aufbau der £ nsur ui zwei Instanzen - Vertret ung «'er Industrie in I» ut. n )n»tanz-*n; 3. Fr. izügigkeit der » «wk-rt.-n Filme über ganz Ihnitechfami; 4. Z. nsierte* Film.- unte>rtieg.-a keiner naehherigen Beschlag- ituliine. fügen Verf.-rtig,T und Verbreiter »«werter Htee findet kein Strafverfahren statt Samtltelw-Orgaiusat tonen gat» n ihr F.in\ . rsf.u«dtu» und erklärt, t fortab gorinwiii handeln und s. Iliständtge Schritte* nicht ut,». i tK-htuen zu wotten. Der Entwurf de« Zeazurgeaetzes soll piuemsai beraten werde«, umt in den Verhandlunocn uüt, d. r Kegi. ruttg «oh de- Branche ata ^emMomeme Kinneit aufttvte n Die Atwepraeh über die Kommunaliaierung der Lichtapielthi'ate*r testete* Hegk-rttngs rat Professor Dr. D idig ebenfalls mit einem gröUer»n Befera; ein. und auch hieran knüpfte »Mäh eitle lebhafte* Debatte. Herr Willi« 1 Wau. r vom UewerkaehaHarat de» „35. ntralverban.1 der Film- und Küto-Angehörigen' gab für steh js-rsimlich di*- Erklärung ab, d . di* Arbeitnehmer prinzipiell für die K..iniuunalisi.-ruug «k r Ltchtspt- theater » icn. dnü er die Kommunalmierung im geg. nwirtig. it Z. c punkt ats-r für falseh, ja g.-radezu für katastmphal erachte. Eit Erklärung im Namen de» „35. ntralv. riusttd ki.mi. er jedoch tue aftgeheu, weil diea.tr erat einige Tage späte r zu der Krage Ste Hut . nehmen werde. Auch in «h-r Frag, «ier Koiiuimmtluu. rung wttro Oenw.tnsat.tk. it de» Hand. Ins UseM.«s.n, Es »oll zuitaelist tt.»t größter Ut nehlt'iiuiguBg von alU n V rblndpn « um* kura* O» nksehrir aii«g«*arbt*itet wertkn, die dann ah* 1 > nkfehrift d* » ir» samt* n &Kftt«lrip den Hegk>ruB^» n nnierbn ifd i werden 8**11 Neu« fer.chthctie äach*tr*UmIi|«. Vis g ru-htUelw Sarhv ständig.- am Kaum» rg. ri.-ht und an «U n Landgericht, n 1. II und • 1 * wurden «lie Helfen Erich Eommer für Kilmhentte-Uiiag und Dr. j«' Otto Böhm für Filn.ver.th ernanttt Für die hungernden Kinder in Wien. Der „Filmklub veraltet»! M.U- unte r s inen Maglndern eine Sammlung für die hungernd. -n Kimt.-r in Wien Di.- Sammlung ergab bts 4 jetzt 34KIB Mark. Bruno Decarli Itatä-tn- n Vertrag nütden Bemltardtacltm Bühn' g.döet und wird — neben einer atwg<*d.-hnte>n Fihntätigkeit »ich «* auf OasWipiele beschränken. lilten Richter hat ihren Vertrag mit «k r „Ifa nicht eru. u>' sondern die Künstlerin i»t einem Unternähmen verpflichtet Word, n- da» sieh unte r dem Namen „Ellen Richter-Film“ zur Auuniitm«* der von ihr h. ruuszulä-ing. tuk tt Filme gegrumk-t Itat- Zum schäftsfültrcr ist Dr. Willi Wolf bestellt worden. Die («wctläftsst.* 1 * t»-findet »ich Kurfiiretendanun 205