Der Kinematograph (November 1927)

Record Details:

Something wrong or inaccurate about this page? Let us Know!

Thanks for helping us continually improve the quality of the Lantern search engine for all of our users! We have millions of scanned pages, so user reports are incredibly helpful for us to identify places where we can improve and update the metadata.

Please describe the issue below, and click "Submit" to send your comments to our team! If you'd prefer, you can also send us an email to mhdl@commarts.wisc.edu with your comments.




We use Optical Character Recognition (OCR) during our scanning and processing workflow to make the content of each page searchable. You can view the automatically generated text below as well as copy and paste individual pieces of text to quote in your own work.

Text recognition is never 100% accurate. Many parts of the scanned page may not be reflected in the OCR text output, including: images, page layout, certain fonts or handwriting.

Nummer 1C81 Rtncmotograpf) Seite IO Kunstwert + Massenwirkung = „Die große Parade“ \on allem — Ein Film — Für alle! ..Der Film gebt uns alle an“, das ist das Schlagwort, das ■ lie GERMANIA, eine der führenden deutschen Tages¬ zeitungen, in ihrer Kritik «her den Film geprägt hat. Diese Zeitung schreibt weiter: . . man vergißt, daß er von jtrüben' kommt . . er ist großes Zeugnis, daß der Krieg allen das gleiche war, Siegern und Besiegten. Darum müssen, wollen wir ihn alle Sehen . . . .“ Der TAGESDIENST DER LICHTBILDBÜHNE urteilt: . . was wir sahen, war ein Film gegen den Krieg, eine glühende, gerade durch ihre Sachlichkeit überzeugende Anklage wider das Massenmorden, von einer Durch¬ schlagskraft, wie sie von keinem Komm, von keinem Manifest ausgehen kann, sondern nur im Film immanent ist. Man erlebt noch einmal das Schicksal des ,Unbe¬ kannten Soldaten‘ . . md die NEUE BERLINER ZEITUNG berichtet: ... . . Man ließ sich eben vom ,rein künstlerischen Wert‘, r om Menschlichen bannen, so wie auch dieser Film mir als Kunstwerk gewertet werden kann und muß . . . Dieser Film könnte in jedem der kriegführenden Länder spielen, er ist Jhaßfrei und tendenzgelöst‘ . . .“ Das REICHSFILMBLATT schreibt: -.Der Film ist ein packendes Dokument cus dem Kriege und gegen den Krieg“ und fährt fort: ..Man war angenehm überrascht . . I DIE ROTE FAHNE meint: ... .. Wir wünschen, daß jeder Arbeiter, jede Arbeiterfrau sich diesen Film ansieht . . .“, I DIE WELT AM MONTAG ergänzt: . Denn dieser Kriegsfilm zeigt uns das wahre Gesicht des Krieges. Dabei ist er wahrhaft übernational. Keine Nation wird schlecht gemacht, keine angeklagt. Als An¬ geklagter erscheint nur der Krieg selbst . . .“ Di. VOSSISCHE ZEITUNG schlägt vor. daß ein jeder Pro¬ paganda für diesen Film machen soll und führt aus: • • Aber das, was kürzlich von der Ufa einem geladenen Kreise vorgeführt wurde, ist vom politischen Standpunkt aus völlig einwandfrei . . . Man sollte für die „Große l'arade“ auch hier in Deutschland eine solche Propaganda machen, daß wenigstens alle Mütter, Frauen, Schwestern und Mädchen ihn sich ansehen. Denn er hat eine un¬ endlich stärkere Wirkung, als noch so zahlreiche Friedens¬ kongresse, Versammlungen und Resolutionen es je haben können . . ,n demselben Sinne berichtet der MONTAG MORGEN: ”• • . Schon damals schrieben wir, daß nirgends die Vor¬ führung der „Großen Parade“ wichtiger und nötiger wäre als "* Deutschland, weil in diesem Film der Krieg in »einer wahren Gestalt abgebildet sei und weil noch kein deutscher Film den Krieg wahr dargestellt habe . . . Fs ist Diebstahl am deutschen Volk, wenn man ihm diesen Film vorenthält, Diebstahl eines großen und notwendigen Erlebnisses . . und die WELTBCHNE schreibt: . . Denn der Film, einer der schönsten, die je gedreht wurden, ist an keiner Stelle beleidigend für die Deutschen, an keiner Stelle schmeichelhaft für die Amerikaner . . .“ Überdies hebt der BERLINER LOKAL-ANZEIGER hen- r: . . Die „Große Parade“ gehört zweifellos zu den Film¬ billern, die man gesehen haben muß . . ." Der FILMKURIER äuß?rt sich über die Einzigartigkeit dieses Filmwerks: . . Dieser Film wird trotz seines We’terfolgs noch nicht ganz richtig anerkannt Er ist nicht nur ,bcssrr' als andere Filme — er ist ganz einzig . . . während DER FILM zusammenfassend urteilt: . . Alles in allem: ein hochwertiger, prachtvoller Film von stärkster Wirkung und künstlerischer Gestaltung _“ l>«: VORWÄRTS findet folgende Worte: „... Und dies alles geschieht mit den stärksten Mitteln der Filmkunst in einem Werke von wunderbarer Ge¬ schlossenheit, das in starker Steigerung bis zum Gipfel aufstrebt und dann mit einer besänftigenden iuytte aus- klingt, in der das Lebin und die Liebe triumphieren . . Das Ganze: der bisher stärkste und ergreifendste Kriegs¬ film . . .“ Das BERLINER TAGEBLATT äußert über das rein Stoff¬ liche der „Großen Parade“: „.../» der Tat sah man in Amerika und überall und aller¬ orten diesen Film, mit den Zügen des Schicksals nur. als die internationale Legitimation reinster und ergreifend¬ ster Menschlichkeit. Es ist die Geschichte einer schönen und starken Liebe . . .“ Die BERLINER MORGENPOST stellt fest: „. . . Ein wunderbares Kunstwerk, das wert ist, auch bei uns von Millionen gesehen zu werden . . .“, und die BERLINER MORGEN-ZEITUNG äußert sieh folgendermaßen: ... . . Dieser Metro-Goldwyn-Mager-Film der Parufamet ist nicht nur ein Kunstwerk, dessen geniale Regie und Dar¬ stellung, dessen grandiose Bilder wir bewundern, sondern es ist eine Menschheitstragödie . . .“ Auch DER DEUTSCHE gibt zu: . . Ein restlos gelungenes Werk. Ein vollkommener Film, der zu den zehn besten Filmen gehört, die für alle Zeiten bestehen bleiben . . .“